ISO/IEC 17021 – Zertifizierung

| Norm | Fokus |
|---|---|
| vor 2006 | Die Ära der Leitfäden (vor 2006) In den Anfangsjahren der ISO-Zertifizierungen (ISO 9001:1987, ISO 14001:1996) gab es keinen einheitlichen Standard für die Zertifizierungsstellen selbst. Fragmentierung: Man arbeitete mit verschiedenen „Guides“ (z. ss. ISO/IEC Guide 62 für Qualitätsmanagementsysteme und Guide 66 für Umweltmanagementsysteme). Das Problem: Da jeder Guide leicht unterschiedliche Anforderungen stellte, war es für Zertifizierungsstellen schwierig, integrierte Audits (z. ss. 9001 und 14001 gleichzeitig) effizient und nach einheitlichen Massstäben durchzuführen. |
| ISO/IEC 17021:2006 | Die Geburtsstunde der Einheit Im Jahr 2006 erfolgte der grosse Durchbruch mit der Veröffentlichung der ersten ISO/IEC 17021:2006. Zusammenführung: Sie ersetzte die alten Guides und schuf erstmals eine einheitliche Plattform für die Zertifizierung von Managementsystemen jeglicher Art. Fokus: Der Schwerpunkt lag damals stark auf der Organisation der Zertifizierungsstelle und der Unparteilichkeit des Prozesses. |
| ISO/IEC 17021:2011 | Der Fokus auf Kompetenz Mit der Revision ISO/IEC 17021:2011 verschob sich der Fokus massgeblich. Vom Prozess zur Person: Es wurde erkannt, dass ein Audit nur so gut ist wie der Auditor. Neue, strikte Anforderungen an die Kompetenz des Personals wurden eingeführt. Wegbereiter: Diese Version legte den Grundstein dafür, dass Auditoren nicht nur „Checklisten-Abhaker“ sind, sondern die Branche und die spezifischen Risiken ihrer Kunden verstehen müssen. |
| ISO/IEC 17021:2015 | Die modulare Moderne Die aktuell gültige Version ISO/IEC 17021-1:2015 markiert den Übergang zu einer modularen Normenreihe. Teil 1 als Anker: Die Norm wurde in „Teile“ aufgeteilt. Teil 1 enthält die allgemeinen Anforderungen. Spezialisierung: In den Folgejahren entstanden spezifische Teile (z. ss. -2 für Umwelt, -3 für Qualität, -10 für Arbeitssicherheit), die zusätzliche Kompetenzanforderungen für das jeweilige Fachgebiet definieren. Harmonisierung: Sie wurde perfekt auf die High Level Structure (HLS) der modernen Managementsysteme abgestimmt, was integrierte Audits heute zum Standard macht. |
| ISO/IEC 17021:? | Die Weiterentwicklung |
| Strategischer Aufbau: Das Fundament (Phase 1) | Bevor der erste Auditor das Feld betritt, muss der rechtliche und ethische Rahmen stehen. Rechtspersönlichkeit: Die ZS muss eine rechtlich identifizierbare Einheit sein (in der Schweiz z. ss. GmbH oder AG), die für ihre Zertifizierungstätigkeiten haftbar gemacht werden kann. Struktur der Unparteilichkeit: Dies ist der kritischste Punkt. Sie müssen einen Ausschuss zur Sicherung der Unparteilichkeit einrichten. Dieser fungiert als externe Kontrollinstanz und stellt sicher, dass kommerzielle oder finanzielle Interessen die Audit-Entscheidungen nicht beeinflussen. Haftpflichtversicherung: Der Nachweis einer angemessenen Deckung für die Risiken aus der Zertifizierungstätigkeit ist obligatorisch. |
| Ressourcen-Management: Die Kompetenz-Sicherung (Phase 2) | In der ISO 17021 dreht sich alles um die Frage: „Warum ist dieser Auditor qualifiziert, dieses Unternehmen zu prüfen?“ Kompetenz-Matrix: Erstellen Sie für jedes Fachgebiet (z. ss. Bauwesen, IT, Gesundheitswesen) exakte Anforderungsprofile. Berufungsprozess: Dokumentieren Sie lückenlos die Auswahl, Schulung und Autorisierung Ihres Personals (Auditoren, Fachexperten, Zertifizierungsentscheider). Monitoring: Implementieren Sie ein System zur regelmässigen Überwachung der Auditorenleistung (z. ss. Begleitaudits/Witness-Audits). |
| Operative Implementierung: Der Audit-Prozess (Phase 3) | Nun werden die theoretischen Vorgaben in gelebte Prozesse überführt. Jede Zertifizierung muss denselben Zyklus durchlaufen: Antragsprüfung: Verstehen wir das Geschäft des Kunden? Haben wir die Kompetenz dafür? Auditplanung: Festlegung der Auditzeit (nach strengen Tabellen, z. ss. IAF MD-Vorgaben). Durchführung (Stufe 1 & 2): Von der Dokumentenprüfung bis zur Vor-Ort-Verifizierung. Zertifizierungsentscheidung: Trennung der Rollen! Die Person, die das Audit durchgeführt hat, darf niemals die Entscheidung über das Zertifikat treffen (Vier-Augen-Prinzip). |
| Aufrechterhaltung: Das eigene Managementsystem (Phase 4) | Die Zertifizierungsstelle muss sich selbst wie ein Uhrwerk überwachen, um die Akkreditierung (durch die SAS) nicht zu gefährden. Internes Audit der ZS: Einmal jährlich müssen Sie Ihre eigenen Prozesse gegen die ISO 17021 prüfen. Management-Review: Die Geschäftsleitung muss die Wirksamkeit des Systems bewerten – insbesondere im Hinblick auf Beschwerden und Einsprüche von Kunden. Korrekturmassnahmen: Stellen Sie sicher, dass Abweichungen (z. ss. Fehler in Auditberichten) systematisch analysiert und dauerhaft abgestellt werden. |
| Strategischer Aufbau: Das Fundament (Phase 1) | Bevor der erste Auditor das Feld betritt, muss der rechtliche und ethische Rahmen stehen. Rechtspersönlichkeit: Die ZS muss eine rechtlich identifizierbare Einheit sein (in der Schweiz z. ss. GmbH oder AG), die für ihre Zertifizierungstätigkeiten haftbar gemacht werden kann. Struktur der Unparteilichkeit: Dies ist der kritischste Punkt. Sie müssen einen Ausschuss zur Sicherung der Unparteilichkeit einrichten. Dieser fungiert als externe Kontrollinstanz und stellt sicher, dass kommerzielle oder finanzielle Interessen die Audit-Entscheidungen nicht beeinflussen. Haftpflichtversicherung: Der Nachweis einer angemessenen Deckung für die Risiken aus der Zertifizierungstätigkeit ist obligatorisch. |
| Ressourcen-Management: Die Kompetenz-Sicherung (Phase 2) | In der ISO 17021 dreht sich alles um die Frage: „Warum ist dieser Auditor qualifiziert, dieses Unternehmen zu prüfen?“ Kompetenz-Matrix: Erstellen Sie für jedes Fachgebiet (z. ss. Bauwesen, IT, Gesundheitswesen) exakte Anforderungsprofile. Berufungsprozess: Dokumentieren Sie lückenlos die Auswahl, Schulung und Autorisierung Ihres Personals (Auditoren, Fachexperten, Zertifizierungsentscheider). Monitoring: Implementieren Sie ein System zur regelmässigen Überwachung der Auditorenleistung (z. ss. Begleitaudits/Witness-Audits). |
| Operative Implementierung: Der Audit-Prozess (Phase 3) | Nun werden die theoretischen Vorgaben in gelebte Prozesse überführt. Jede Zertifizierung muss denselben Zyklus durchlaufen: Antragsprüfung: Verstehen wir das Geschäft des Kunden? Haben wir die Kompetenz dafür? Auditplanung: Festlegung der Auditzeit (nach strengen Tabellen, z. ss. IAF MD-Vorgaben). Durchführung (Stufe 1 & 2): Von der Dokumentenprüfung bis zur Vor-Ort-Verifizierung. Zertifizierungsentscheidung: Trennung der Rollen! Die Person, die das Audit durchgeführt hat, darf niemals die Entscheidung über das Zertifikat treffen (Vier-Augen-Prinzip). |
| Aufrechterhaltung: Das eigene Managementsystem (Phase 4) | Die Zertifizierungsstelle muss sich selbst wie ein Uhrwerk überwachen, um die Akkreditierung (durch die SAS) nicht zu gefährden. Internes Audit der ZS: Einmal jährlich müssen Sie Ihre eigenen Prozesse gegen die ISO 17021 prüfen. Management-Review: Die Geschäftsleitung muss die Wirksamkeit des Systems bewerten – insbesondere im Hinblick auf Beschwerden und Einsprüche von Kunden. Korrekturmassnahmen: Stellen Sie sicher, dass Abweichungen (z. ss. Fehler in Auditberichten) systematisch analysiert und dauerhaft abgestellt werden. |
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