ISO 45001 – Arbeitssicherheit

| Wirtschaftlicher Erfolg & Effizienz | Senkung der Ausfallkosten: Reduzieren Sie Fehlzeiten durch systematische Prävention von Berufskrankheiten und Unfällen. Optimierte Versicherungsprämien: Profitieren Sie von tieferen Prämien oder Rückerstattungen bei Versicherern wie der Suva. Vermeidung von Betriebsunterbrüchen: Sichern Sie die Kontinuität Ihrer Prozesse durch vorausschauende Gefahrenabwehr. | |
| Rechtssicherheit & Compliance | Haftungsschutz für Führungskräfte: Erfüllen Sie nachweisbar Ihre gesetzliche Sorgfaltspflicht gemäss Arbeitsgesetz (ArG) und UVG. Lückenlose Rechtskonformität: Behalten Sie den Überblick über alle relevanten Schweizer Vorschriften und EKAS-Richtlinien. Rechtssicherheit bei Audits: Dokumentieren Sie Ihre Sicherheitsstandards revisionssicher für Behörden und Partner. | |
| Mitarbeitende & Marktauftritt | Stärkung der Arbeitgebermarke: Positionieren Sie sich im Fachkräftemangel als wertschätzendes Unternehmen, dem die Gesundheit der Belegschaft am Herzen liegt. Höhere Motivation & Bindung: Fördern Sie das Vertrauen und die Loyalität Ihrer Mitarbeitenden durch aktive Beteiligung am Arbeitsschutz. Wettbewerbsvorteil bei Ausschreibungen: Nutzen Sie die Zertifizierung als anerkannten Qualitätsnachweis für internationale Aufträge und öffentliche Submissionen. |
| Norm | Fokus |
|---|---|
| 1990er Jahre | Die Vorläufer Bevor es eine ISO-Norm gab, existierten viele nationale Standards. |
| 1996 | Veröffentlichung des britischen Standards BS 8800, der als erste echte Richtlinie für Arbeitsschutzmanagementsysteme gilt. |
| 1999 | Da man sich damals noch nicht auf einen globalen Standard einigen konnte, entwickelte eine Gruppe internationaler Zertifizierungsgesellschaften die OHSAS 18001 (Occupational Health and Safety Assessment Series). Diese wurde schnell zum weltweiten De-facto-Standard, obwohl sie keine offizielle ISO-Norm war. |
| 2013 | Der Startschuss Lange Zeit gab es Widerstände gegen eine ISO-Norm für Arbeitsschutz, vor allem wegen Überschneidungen mit nationalen Arbeitsrechten. Der verheerende Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch (April 2013) mit über 1’000 Toten verdeutlichte die Notwendigkeit globaler Sicherheitsstandards in Lieferketten einmal mehr. Oktober 2013: Ein neues Projektkomitee (ISO/PC 283) wird gegründet, um die ISO 45001 zu entwickeln. |
| ISO/DIS 14001:2016 | Erster Entwurf (DIS) Ein erster Entwurf wurde abgelehnt (Abstimmung unter den Mitgliedern). Die Norm musste grundlegend überarbeitet werden, um den Fokus stärker auf die Beteiligung der Mitarbeitenden zu legen. |
| ISO 45001:2018 | Die Publikation März 2018: Die ISO 45001:2018 wird offiziell veröffentlicht. Sie ersetzt die OHSAS 18001 und basiert auf der High Level Structure (HLS). |
| 2021 | September 2021: OHSAS 18001 wird offiziell zurückgezogen. Ab diesem Zeitpunkt ist die ISO 45001 der einzige weltweit gültige Standard für Arbeitsschutzmanagementsysteme. |
| EN ISO 45001:2023 | Die Norm wurde als europäischer Standard übernommen (EN ISO 45001:2023). Inhaltlich entspricht sie der Version von 2018, wurde aber formal für den europäischen Markt bestätigt (vgl. Vorwort in der Norm). |
| ISO 45001:2015/Amd 1:2024 | Klimawandel Eine Ergänzung verpflichtet Unternehmen nun, die Relevanz des Klimawandels für ihr Managementsystem zu prüfen. |
| ISO 45001:2027 | Aktualisierung Die ISO 45001 befindet sich aktuell in der turnusgemässen Revision. Eine neue Fassung wird für 2027 erwartet. Schwerpunkte werden voraussichtlich Themen wie psychische Gesundheit (Wellbeing), Remote-Arbeit und der Einfluss des Klimawandels auf die Arbeitssicherheit sein. |
| Führungsverantwortung (Keine Delegation) | In der ISO 45001 wird die oberste Leitung stärker in die Pflicht genommen als in jeder anderen Norm. Das Besondere: Die Geschäftsleitung kann die Verantwortung für SGA nicht einfach an einen Sicherheitsbeauftragten (SiBe) delegieren. Sie muss nachweisbar die Rechenschaftspflicht übernehmen. Audit-Fokus: Auditoren sprechen mit der Geschäftsführung, um zu prüfen, ob Arbeitssicherheit Teil der Unternehmensstrategie ist oder nur ein „Anhängsel“. |
| Partizipation der Beschäftigten | Dies ist die grösste Besonderheit der ISO 45001. Die Norm verlangt nicht nur, dass Mitarbeitende informiert werden, sondern dass sie aktiv beteiligt und konsultiert werden. Konsultation: Einholen der Meinung der Belegschaft, bevor Entscheidungen getroffen werden (z. B. bei der Auswahl neuer Schutzausrüstung). Beteiligung: Aktives Einbeziehen in die Gefährdungsbeurteilung. Mitarbeitende wissen oft am besten, wo es „klemmt“ oder gefährlich wird. |
| Die Hierarchie der Massnahmen (STOP-Prinzip) | Bei der Implementierung von Schutzmassnahmen dürfen Sie nicht einfach beim günstigsten Punkt anfangen. Die Norm schreibt eine zwingende Rangfolge vor: S (Substitution): Gefahr eliminieren oder ersetzen. T (Technische Massnahmen): Trennung von Mensch und Gefahr (z. B. Schutzzäune). O (Organisatorische Massnahmen): Schulungen, Arbeitsanweisungen. P (Persönliche Schutzausrüstung): Dies ist immer die letzte Instanz. |
| Fokus auf psychische Gesundheit | Die ISO 45001 (besonders in Verbindung mit der Leitlinie ISO 45003) legt grossen Wert auf psychosoziale Risiken. Beachten Sie: Stress, Burnout, Mobbing oder Überlastung sind heute ebenso relevante Gefährdungen wie eine rutschige Treppe. Ein modernes SGA-System muss Prozesse enthalten, um diese Risiken zu identifizieren und zu minimieren. |
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