ISO 9001 – Qualität

Die Norm ISO 9001 ist der weltweit anerkannte Massstab für Qualitätsmanagementsysteme (QMS). Sie ist branchenunabhängig und bildet für Unternehmen jeder Grösse die Basis, um Kundenanforderungen zuverlässig zu erfüllen und Prozesse kontinuierlich zu verbessern. Effizienz und Effektivität sind das Ziel. Es soll Wirkung erzeugt werden. Der Motor dazu ist die fortlaufende Verbesserung.
Kundenzufriedenheit
Produkte und Dienstleistungen liefern, die halten, was sie versprechen.
Die Erwartungen der Kunden und
allgemein der Stakeholder werden erfüllt.
Prozesse
Produkte und Dienstleistungen liefern, die halten, was sie versprechen.
Effiziente und effektive Prozesse.
Fortlaufende Verbesserung als Kultur, motivierte Mitarbeitende.
Wettbewerbsfähigkeit
Verstärkt die Resilienz der Organisation durch Risiko- und Chancenmanagement.
Ein zertifiziertes QMS ist oft die Eintrittskarte für internationale Märkte und Ausschreibungen.
Kerninhalte
Die Struktur der ISO 9001 folgt der sogenannten Harmonized Structure , HS (Harmonisierte Struktur), früher High Level Structure, was die Kombination mit anderen Normen (wie ISO 14001 oder ISO/IEC 27001) massiv erleichtert.
Die wichtigsten Bausteine sind:
Kurz gesagt:
Die Norm stellt nicht primär Anforderungen an die Dokumentation über das was Sie tun – sie will vielmehr sicherstellen, dass Sie es jedes Mal richtig machen und morgen noch ein Stück besser werden.
Nutzen
Der Nutzen der ISO 9001 lässt sich in zwei Bereiche unterteilen:
die Wirkung nach innen (effiziente und effektive Abläufe) und die Wirkung nach aussen (Vertrauen, Marktvorteile).
Externer Nutzen
Interner Nutzen
Entwicklung
ISO 9001 wird nicht von «der ISO» geschrieben, sondern von einem Komitee: ISO/TC 176/SC 2. Beschickt wird es von den nationalen Normungsorganisationen, für die Schweiz von der SNV. Wer dort sitzt, vertritt keine Privatmeinung, sondern eine im nationalen Spiegelgremium abgestimmte Position. Anwender, Zertifizierer, Berater und Behörden sitzen damit indirekt mit am Tisch.
Der Weg von der Idee zur Norm ist in Stufen geregelt. Auf den Vorschlag (NP) folgen Arbeits- und Komiteeentwurf (WD, CD), danach der Normentwurf (DIS) und der Schlussentwurf (FDIS). Jede Stufe bringt eine Abstimmung und eine Kommentarrunde, und jeder Einwand muss behandelt werden, bevor es weitergeht. Entschieden wird im Konsens, nicht im Sinn von Einstimmigkeit, sondern als Abwesenheit anhaltender Opposition in wesentlichen Punkten. Das erklärt, warum eine Revision Jahre dauert und warum Formulierungen manchmal offener bleiben, als es der Praxis lieb ist.
Fertig ist eine Norm nie. Spätestens alle fünf Jahre wird sie systematisch überprüft, mit drei möglichen Ergebnissen: bestätigen, revidieren oder zurückziehen. ISO 9001 hat diesen Zyklus seit 1987 mehrfach durchlaufen, mal mit redaktionellen Anpassungen, mal mit einem Bruch in der Grundlogik. Die folgende Tabelle zeigt diese Entwicklung im Überblick.
Die Versionen
| Norm | Fokus |
|---|---|
| ISO 9001:1987 | „Schreibe auf, was du tust.“ Stark dokumentenorientiert. Basierte auf verschiedenen nationalen Standards für Qualität. |
| ISO 9001:1994 | Prävention Erstmals wurde der Fokus stärker auf die Vorbeugung von Fehlern statt nur auf deren Korrektur gelegt. |
| ISO 9001:2000 | Prozessansatz Ein Meilenstein. Weg von der reinen Dokumentation, hin zur Prozesssteuerung und dem PDCA-Zyklus. |
| ISO 9001:2008 | Präzisierung Keine grossen Änderungen, sondern Klarstellungen zur besseren Anwendbarkeit und Kompatibilität. |
| ISO 9001:2015 | Risikobasiertes Denken Einführung der High Level Structure (HLS) und Fokus auf den Kontext der Organisation sowie Chancen und Risiken. |
| ISO 9001:2015 /Amd 1:2024 | Klimawandel Eine Ergänzung verpflichtet Unternehmen nun, die Relevanz des Klimawandels für ihr Managementsystem zu prüfen. |
| ISO 9001:2026 | Wird am 15. September 2026 publiziert. |
Aufbau
Ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001 ist kein Fremdkörper, den eine Organisation nur wegen der Zertifizierung braucht. Im Grunde beschreibt es lediglich, wie in Ihrem Unternehmen ohnehin gearbeitet werden soll, mit klaren Rollen und Verantwortlichkeiten, nachvollziehbaren Abläufen und definierten Zuständigkeiten für Entscheidungen.
Der eigentliche Wert entsteht, wenn die Mitarbeitenden von Anfang an einbezogen werden: Wer seine eigenen Prozesse mitgestaltet, versteht sie besser und trägt sie mit. Und wer aufschreibt, worauf es in der Organisation wirklich ankommt, verschafft sich einen Vorteil: Neue Mitarbeitende lassen sich leichter einarbeiten, Abläufe werden für alle transparent und Fehler oder Unstimmigkeiten lassen sich sachlich anhand der dokumentierten Prozesse klären, statt auf der Beziehungsebene ausgetragen zu werden.
Wie Sie ein Managementsystem in Ihrer Organisation Schritt für Schritt aufbauen, erklären wir ausführlich auf unserer Seite «Aufbau eines Managementsystems“.
Zertifizierung
Bei der Zertifizierung nach ISO 9001 steht nicht nur die blosse Einhaltung von Regeln im Vordergrund, sondern der Nachweis einer fortlaufenden Verbesserung Ihrer Prozesse und Ihrer Kundenzufriedenheit. Der Auditor prüft hierbei besonders kritisch, ob Ihr Managementsystem in der Lage ist, Risiken und Chancen systematisch zu erkennen und zu steuern. Die Zertifizierung schafft Vertrauen und die Aussagen einer Organisation gewinnen an Glaubwürdigkeit.
Die Besonderheiten bei ISO 9001:
Risikobasiertes Denken:
Die Zertifizierung verlangt, dass Sie nicht erst reagieren, wenn ein Problem eingetreten ist. Ein Augenmerk liegt darauf, wie Sie Risiken und Chancen in Ihren Prozessen frühzeitig erkennen und Massnahmen ableiten, bevor daraus Fehler oder Reklamationen entstehen.
Kundenorientierung:
Ein wesentlicher Teil des Audits ist die Prüfung, wie konsequent die Kundenanforderungen in Ihre Prozesse einfliessen. Sie müssen nachvollziehbar aufzeigen, dass Kundenzufriedenheit erfasst, ausgewertet und für Verbesserungen genutzt wird – nicht nur erhoben, sondern auch mit Konsequenzen verbunden.
Allgemeiner Hinweis für den Audit-Erfolg:
Eine erfolgreiche Zertifizierung ist kein statischer Zustand, sondern eine Bestätigung Ihres Managementprozesses. Achten Sie darauf, dass Ihre Qualitätsziele S.M.A.R.T. (spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch, terminiert) formuliert sind. Auditoren sollten grossen Wert auf belastbare Kennzahlen legen, die Ihren Fortschritt belegen, anstatt nur auf Absichtserklärungen zu vertrauen.
Der Erfolg hängt nicht davon ab wieviel geschrieben wird, sondern davon, ob es wirksam umgesetzt ist. Qualität darf nicht zufällig entstehen, sie muss zuverlässig fortlaufend vorhanden sein, um Wirkung zu erzeugen.
Tool Box
Effizienz ist kein Zufall, sondern das Ergebnis der richtigen Werkzeuge. In diesem Bereich finden Sie eine gezielte Auswahl an Ressourcen, die darauf ausgelegt sind, die Komplexität von ISO-Normen zu reduzieren und Theorie in gelebte Praxis zu verwandeln.
Ob Sie Ihre Prozesse mit präzisen Checklisten prüfen, Ihr Team durch spezifische Ausbildungsangebote stärken oder auf direkt einsetzbare Vorlagen zurückgreifen möchten: Unsere Tools unterstützen Sie dabei, den administrativen Aufwand zu minimieren und den Fokus wieder auf das Wesentliche zu lenken – Ihren unternehmerischen Erfolg.
PDCA-Zyklus
Der PDCA-Zyklus ist ein zentrales Element der Norm ISO 9001. Hier finden Sie mehr Informationen zum PDCA-Zyklus.
Prozessmanagement
Eine Beschreibung der Grundlagen, um Prozessmanagement zu verstehen und umzusetzen.
Qualitätskultur
Qualitätskultur bildet das Fundament für wirksames Qualitätsmanagement. Sie wurde mit der Version 2026 von ISO 9001 zur Anforderung.
Glossar
Kurze Definitionen von Fachbegriffen wie „Qualitätsmanagement“, „Risikobasiertes Denken“ oder „Kontext einer Organisation“.
Grundnormen
Quality management — Fundamentals and vocabulary
Qualitätsmanagement – Grundlagen und Begriffe
Quality management systems — Requirements
Qualitätsmanagementsysteme – Anforderungen
Quality management systems — Requirements
Qualitätsmanagementsysteme – Anforderungen
Quality management — Quality of an organization — Guidance to achieve sustained success
Qualitätsmanagement – Qualität einer Organisation – Anleitung zum Erreichen nachhaltigen Erfolgs
Quality management systems — Guidelines for the application of ISO 9001:2015
Qualitätsmanagementsysteme – Leitfaden für die Anwendung von ISO 9001:2015
Die ISO-10000-Reihe – unterstützende Leitfäden
Quality management — Customer satisfaction — Guidelines for codes of conduct for organizations
Qualitätsmanagement – Kundenzufriedenheit – Leitfaden für Verhaltenskodizes für Organisationen
Quality management — Customer satisfaction — Guidelines for complaints handling in organizations
Qualitätsmanagement – Kundenzufriedenheit – Leitfaden für die Behandlung von Reklamationen in Organisationen
Quality management — Customer satisfaction — Guidelines for dispute resolution external to organizations
Qualitätsmanagement – Kundenzufriedenheit – Leitfaden für die Streitbeilegung ausserhalb von Organisationen
Quality management — Customer satisfaction — Guidelines for monitoring and measuring
Qualitätsmanagement – Kundenzufriedenheit – Leitfaden für die Überwachung und Messung
Quality management — Guidelines for quality plans
Qualitätsmanagement – Leitfaden für Qualitätsmanagementpläne
Quality management — Guidelines for quality management in projects
Qualitätsmanagement – Leitfaden für Qualitätsmanagement in Projekten
Quality management — Guidelines for configuration management
Qualitätsmanagement – Leitfaden für Konfigurationsmanagement
Quality management — Customer satisfaction — Guidance for business-to-consumer electronic commerce transactions
Qualitätsmanagement – Kundenzufriedenheit – Anleitung für Business-to-Consumer-E-Commerce-Transaktionen
Quality management — Guidance for quality tools and their application
Qualitätsmanagement – Anleitung für Qualitätswerkzeuge und deren Anwendung
Quality management — Guidance to understand, evaluate and improve organizational quality culture
Qualitätsmanagement – Anleitung zum Verstehen, Bewerten und Verbessern der Qualitätskultur einer Organisation
Quality management — Requirements for measurement management systems
Qualitätsmanagement – Anforderungen an Messmanagementsysteme
Quality management systems — Guidance for documented information
Qualitätsmanagementsysteme – Anleitung für dokumentierte Information
Quality management systems — Managing an organization for quality results — Guidance for realizing financial and economic benefits
Qualitätsmanagementsysteme – Eine Organisation für Qualitätsergebnisse führen – Anleitung zur Realisierung finanzieller und wirtschaftlicher Nutzen
Quality management — Guidelines for competence management and people development
Qualitätsmanagement – Leitfaden für Kompetenzmanagement und Personalentwicklung
Quality management — Guidance on statistical techniques for ISO 9001:2015
Qualitätsmanagement – Anleitung zu statistischen Verfahren für ISO 9001:2015
Quality management — Guidance for people engagement
Qualitätsmanagement – Anleitung für das Engagement von Personen
Guidelines for the selection of quality management system consultants and use of their services
Leitfaden für die Auswahl von Qualitätsmanagementsystem-Beratern und die Nutzung ihrer Dienstleistungen
Quality management systems — Organizational change management — Processes
Qualitätsmanagementsysteme – Organisationales Veränderungsmanagement – Prozesse
Sektorspezifische Anwendungen von ISO 9001
Quality management systems — Guidelines for the application of ISO 9001 in local government
Qualitätsmanagementsysteme – Leitfaden für die Anwendung von ISO 9001 in Kommunalverwaltungen
Quality management systems — Particular requirements for the application of ISO 9001:2015 for electoral organizations at all levels of government
Qualitätsmanagementsysteme – Besondere Anforderungen für die Anwendung von ISO 9001:2015 für Wahlorganisationen auf allen Staatsebenen
Quality management systems — Guidance for the application of ISO 9001:2015 in police organizations
Qualitätsmanagementsysteme – Anleitung für die Anwendung von ISO 9001:2015 in Polizeiorganisationen
Auditieren und Zertifizieren
Guidelines for auditing management systems
Leitfaden zur Auditierung von Managementsystemen
Conformity assessment — Requirements for bodies providing audit and certification of management systems — Part 1: Requirements
Konformitätsbewertung – Anforderungen an Stellen, die Managementsysteme auditieren und zertifizieren – Teil 1: Anforderungen
Verwandte Managementsystemnormen
Environmental management systems — Requirements with guidance for use
Umweltmanagementsysteme – Anforderungen mit Anleitung zur Anwendung
Occupational health and safety management systems — Requirements with guidance for use
Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit – Anforderungen mit Anleitung zur Anwendung
Information security, cybersecurity and privacy protection — Information security management systems — Requirements
Informationssicherheit, Cybersicherheit und Schutz der Privatsphäre – Informationssicherheits-Managementsysteme – Anforderungen
Security and resilience — Business continuity management systems — Requirements
Sicherheit und Resilienz – Business-Continuity-Managementsysteme – Anforderungen
Energy management systems — Requirements with guidance for use
Energiemanagementsysteme – Anforderungen mit Anleitung zur Anwendung
Food safety management systems — Requirements for any organization in the food chain
Managementsysteme für die Lebensmittelsicherheit – Anforderungen an Organisationen in der Lebensmittelkette
Compliance management systems — Requirements with guidance for use
Compliance-Managementsysteme – Anforderungen mit Anleitung zur Anwendung
Innovation management system — Requirements
Innovationsmanagementsystem – Anforderungen
Übergreifende Rahmenwerke
Harmonized Structure (HS) for management system standards, with identical core text, common terms and core definitions
Harmonisierte Struktur (HS) für Managementsystemnormen – mit gemeinsamem Text und gemeinsamen Begriffen
Risk management — Guidelines
Risikomanagement – Leitlinien
Guidance on social responsibility
Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung
Branchenspezifische Ableitungen von ISO 9001
Medical devices — Quality management systems — Requirements for regulatory purposes
Medizinprodukte – Qualitätsmanagementsysteme – Anforderungen für regulatorische Zwecke
Automotive quality management system standard — Requirements for automotive production and relevant service part organizations
Anforderungen an Qualitätsmanagementsysteme für die Serien- und Ersatzteilproduktion in der Automobilindustrie
Quality management systems — Requirements for aviation, space and defence organizations
Luft- und Raumfahrt – Qualitätsmanagementsysteme – Anforderungen an Organisationen der Luftfahrt, Raumfahrt und Verteidigung
General requirements for the competence of testing and calibration laboratories
Allgemeine Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien
Railway applications — Railway quality management system — ISO 9001:2015 and specific requirements for application in the railway sector
Bahnanwendungen – Qualitätsmanagementsystem für Bahnen – ISO 9001:2015 und besondere Anforderungen für die Anwendung im Bahnsektor
Petroleum, petrochemical and natural gas industries — Sector-specific quality management systems — Requirements for product and service supply organizations
Erdöl-, petrochemische und Erdgasindustrie – Sektorspezifische Qualitätsmanagementsysteme – Anforderungen an Organisationen für Produkt- und Dienstleistungslieferung
Primary packaging materials for medicinal products — Particular requirements for the application of ISO 9001:2015, with reference to good manufacturing practice (GMP)
Primärpackmittel für Arzneimittel – Besondere Anforderungen für die Anwendung von ISO 9001:2015 unter Berücksichtigung der Guten Herstellungspraxis (GMP)
Quality management systems — EN ISO 9001:2015 for healthcare
Qualitätsmanagementsysteme – EN ISO 9001:2015 für das Gesundheitswesen
Educational organizations — Management systems for educational organizations — Requirements with guidance for use
Bildungsorganisationen – Managementsysteme für Bildungsorganisationen – Anforderungen mit Anleitung zur Anwendung
Information technology — Service management — Part 1: Service management system requirements
Informationstechnik – Service Management – Teil 1: Anforderungen an ein Service-Managementsystem
Quality requirements for fusion welding of metallic materials — Part 2: Comprehensive quality requirements
Qualitätsanforderungen für das Schmelzschweissen von metallischen Werkstoffen – Teil 2: Umfassende Qualitätsanforderungen
TL 9000 Quality Management System Requirements Handbook
Qualitätsmanagementsystem-Anforderungen für die Telekommunikationsbranche
Ein Managementsystem wirkt nur, wenn es von allen getragen wird.
Für ISO 9001 bieten wir passende Ausbildungsformate für jede Stufe Ihres Unternehmens:
kompaktes Grundlagenwissen für Geschäftsleitung und Teams
gemeinsames Verständnis im gesamten Unternehmen
fundiertes Rüstzeug für die eigene Auditrolle
die eigene Rolle im Managementsystem aktiv wahrnehmen
gezielte Ausbildung für die QMB-Funktion
flexibles Normwissen, ortsunabhängig
Alle Formate vor Ort, online oder als Webinar – individuell oder für Ihr ganzes Team.
Details zu Inhalten, Dauer und Ablauf finden Sie in den jeweiligen Leistungsblättern.
Checkliste ISO 9001:2026
Diese Checkliste führt Sie durch alle Anforderungen der ISO 9001:2026. Änderungen gegenüber der Vorgängernorm ISO 9001:2015 sind klar gekennzeichnet. Ausgehend von jeder Anforderungen finden Sie konkrete Fragen und eine Liste mit möglichen Nachweisen.
Weitere Elemente machen daraus ein Arbeitsinstrument statt einer Abhakliste:
Bewertung: Je Anforderung wählen Sie erfüllt, Empfehlung, Abweichung, noch nicht bearbeitet . Das erzwingt eine Aussage statt eines pauschalen «machen wir schon» – und die Farbgebung zeigt den Befund sofort.
Cockpit: Ein eigenes Blatt rechnet automatisch mit: Bewertungsfortschritt, Erfüllungsgrad, Verteilung nach Änderungstyp, Umsetzungsstand und überfällige Massnahmen. Sie sehen den Stand, ohne nachzuzählen.
Massnahmenliste: Alle Zeilen mit Handlungsbedarf laufen automatisch in eine Liste, die mit Massnahmen, Verantwortlichkeit, Termin und erledigt ergänzt wird.
Dokumentierte Information: Sie finden ein Blatt, das alle Stellen der Norm aufführt, an denen nach dokumentierter Information (Schriftlichkeit) verlangt wird. Die abgehakten Kontrollkästchen aus den Normkapiteln werden automatisch übertragen („fehlt/“vorhanden“)
Diese Checkliste eignet sich für interne und auch für externe Auditoren und Auditorinnen.
Gap-Analyse-Checkliste
Kapitelweiser Abgleich zwischen ISO 9001:2015 und ISO 9001:2026 mit Spalten für Ist-Stand, Bewertung, Handlungsbedarf, Verantwortlichkeit, Termin und Status. Die Auswertung zeigt auf einen Blick, wo Ihr System bereits konform ist und wo Arbeit ansteht.
Einsatz: zu Beginn des Umstellungsprojekts, idealerweise als Workshop mit den Prozesseignern.
Mehr Information zur Normrevision 2026 >
Auditprogramm
Das Auditprogramm deckt das Bedürfnis nach einer Vorausplanung der internen Audits. Es müssen nicht zwingend in jedem Jahr alle Prozesse auditiert werden, über eine festgelegte Zeitdauer aber schon. Mit dem Auditprogramm behält man den Überblick. Das Auditprogramm ist eine Normforderung (9.2.2, ISO 9001:2026).
Abweichung und Korrekturmassnahme
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Ob Sie ein Managementsystem neu aufbauen, im Alltag betreiben, auf neue Anforderungen umstellen oder Ihr Team gezielt weiterbilden möchten – AXVERI GmbH begleitet KMU und mittelgrosse Unternehmen aller Branchen entlang des gesamten Weges zu ISO 9001, 14001, 45001, 27001, 42001, 50001 und weiteren Normen. Pragmatisch, praxisnah und auf das Wesentliche fokussiert.
Einstieg
Sie wissen noch nicht genau, wo Sie stehen? Mit Standortbestimmung, Impulsreferat und Systemanalyse schaffen wir schnell Klarheit über Ihren aktuellen Stand und die nächsten sinnvollen Schritte.
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Aufbau
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Betrieb
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Umstellung
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Spezielle Themen
Für besondere Situationen: Entschlackung überdokumentierter Systeme, Integration mehrerer Normen, Lieferantenaudits, Prozessoptimierung, Wechsel der Zertifizierungsstelle, Standortintegration, QMB-Nachfolge oder die Einführung von QM-Software.
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FAQ
Sie finden hier oft angetroffene Fragen und die dazugehörenden Antworten.
Wenn für Sie eine Frage nicht ausreichend beantwortet wird oder fehlt, bitte benutzen Sie das Kontaktformular, um uns Ihre Wünsche mitzuteilen.
Die ISO 9001 ist der weltweit am weitesten verbreitete Standard für Qualitätsmanagementsysteme (QMS). Sie gibt Unternehmen einen Rahmen vor, um Prozesse zu optimieren, die Kundenzufriedenheit zu steigern und eine gleichbleibend hohe Qualität von Produkten oder Dienstleistungen sicherzustellen.
Ja, absolut. Die Norm ist so flexibel gestaltet, dass sie unabhängig von der Unternehmensgrösse anwendbar ist. Gerade für kleine Betriebe bietet sie die Chance, von Anfang an effiziente Strukturen zu schaffen, Fehlerkosten zu senken und gegenüber grösseren Mitbewerbern durch ein zertifiziertes Vertrauenssiegel zu punkten.
Die Dauer hängt stark von der Ausgangslage ab. Im Durchschnitt sollten Unternehmen mit einem Zeitraum von 6 bis 12 Monaten rechnen. Eine gute Vorbereitung durch strukturierte Dokumentenvorlagen kann diesen Prozess jedoch massgeblich beschleunigen.
Der PDCA-Zyklus (Plan-Do-Check-Act) ist das Herzstück der ISO 9001. Er beschreibt einen vierstufigen Prozess zur kontinuierlichen Verbesserung:
Plan (Planen): Ziele und Prozesse festlegen.
Do (Umsetzen): Die Prozesse im Alltag einführen.
Check (Prüfen): Ergebnisse messen und mit den Zielen vergleichen.
Act (Handeln): Prozesse bei Bedarf anpassen und optimieren.
Mehr Informationenz zu PDCA >
Seit der Revision im Jahr 2015 ist ein physisches „Handbuch“ nicht mehr explizit vorgeschrieben. Die Norm verlangt jedoch „dokumentierte Informationen“. Das bedeutet, dass wichtige Prozesse, Verantwortlichkeiten und Ziele nachweisbar festgehalten werden müssen – sei es digital oder in Papierform.
Die Gesamtkosten setzen sich aus zwei Teilen zusammen: den internen Kosten für den Aufbau des Systems (Zeitaufwand, Beratung, Dokumente) und den externen Kosten für den Zertifizierer (Audit-Gebühren). Die Audit-Gebühren richten sich meist nach der Anzahl der Mitarbeitenden und der Komplexität der Prozesse.
Ein ISO 9001 Zertifikat hat eine Gültigkeit von drei Jahren. Um die Aufrechterhaltung des Systems sicherzustellen, findet jedes Jahr ein kleineres Überwachungsaudit statt. Nach drei Jahren erfolgt ein Re-Zertifizierungsaudit für eine erneute dreijährige Periode.
Ja, das ist sogar sehr empfehlenswert. Dank der „Harmonized Structure“ (einer einheitlichen Kapitelstruktur) lassen sich verschiedene Managementsysteme zu einem sogenannten Integrierten Managementsystem (IMS) zusammenführen. Das spart Zeit und vermeidet Doppelspurigkeiten in der Dokumentation.
Eine Abweichung bedeutet nicht das Scheitern der Zertifizierung. Bei einer geringfügigen Abweichung bekommt man eine Frist, um eine Korrekturmassnahme nachzuweisen. Bei einer schwerwiegenden Abweichung kann zudem ein Nachaudit nötig werden. In beiden Fällen ist der professionelle Umgang mit der Abweichung wichtiger als deren blosse Vermeidung. Abweichungen sollten nicht als „schlimme Nachricht“, sondern als Chance zur Verbesserung gesehen werden.
Das Ziel keine Abweichung in einem Audit zu erhalten, verhindert den konstruktiven Umgang mir Nichtkonformitäten.
Keine Abweichung zu erhalten ist kein geeignetes Ziel für einen Qualitätsmanager. Er muss die Fähigkeit entwickeln durch einen der Situation angepassten Prozess, über eine Ursachenanalyse zu wirksamen Verbesserungen zu kommen. Das bringt die Organisation weiter.
Die Zertifizierungsstelle (z. B. SQS, SGS, TÜV) prüft und bestätigt Ihr Managementsystem. Die Akkreditierungsstelle (in der Schweiz die SAS, in Deutschland die DAkkS, in Österreich Akkreditierung Austria) überwacht ihrerseits die Zertifizierungsstelle und stellt sicher, dass diese nach einheitlichen Massstäben arbeitet. Nur eine akkreditierte Zertifizierung wird international über das Global-ACI-MRA anerkannt.
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